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Erasmus Besuch 2019 11 04

Jean-Claude Juncker, der scheidende EU Kommissionspräsident, hat einmal gesagt: „Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.“ Er meinte damit, wie wichtig es sei, sich vor Augen zu führen, dass die EU uns in erster Linie jahrzehntelangen Frieden beschert hat, und viele Europäer für diesen Frieden ihr Leben lassen mussten. Ganz stark verkürzt hätte Juncker auch sagen können: „Schätzt das Miteinander in Europa.“

Wie einfach das europäische Miteinander funktionieren kann, beweist das derzeitige Koordinatorentreffen unseres Erasmus+ Teams: Man stelle sich vor, dass Spanier, Portugiesen, Rumänen, Tschechen und Deutsche (vielfältiger könnte Europa kaum sein; Anm. des Verfassers) im Europagymnasium Kerpen zusammentreffen, um in konstruktiver, respektvoller und zugleich entspannter Atmosphäre die nächsten Schritte unseres laufenden Erasmus+ Projektes zu planen.

Schon nach den ersten Minuten unseres Zusammentreffens war das Eis gebrochen, und jedem war klar: dies ist kein weiterer europäischer Krisengipfel, hier wird etwas auf den Weg gebracht, damit junge Europäer auch weiterhin auf diesem wunderbaren Kontinent in Frieden leben können.

Nachdem sich der erste Projekttag u.a. eTwinning widmete, ging es am zweiten Tag um „Content and Language Integrated Learning“. Vorgestellt wurde dieser wichtige Projektbaustein von Katharina Schulte-Mattler.

In Gesprächen mit unseren Gästen kam zum Ausdruck, wie unsere Schule von externen Besuchern wahrgenommen wird: So fiel der rumänischen Koordinatorin Alexandra Stoica z. B. die „entspannte, konzentrierte aber zugleich freundliche Arbeitsatmosphäre“ unter SchülerInnen des Europagymnasiums auf. Mit Mariam Ortega Susi, Musiklehrerin aus Spanien, konnte ich unterdessen erste Schritte in Bezug auf unsere Projekthymne, die bei unserem nächsten Treffen im Februar 2020 entstehen soll, besprechen.

Sehr aufschlussreich war auch das Gespräch mit unserer tschechischen Kollegin Soňa Přikylova‘ Hasenkopfová, die mir von ihrer umweltfreundlichen Schule („eco school“) berichtete, indem sie mir konkrete umweltschützende Maßnahmen des Schulprofils erläuterte.

Alles in allem für mich eine weitere und wichtige europäische Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weshalb dieser Artikel auch mit einem Zitat Junckers enden soll: „Vive l’Europe.“

Oliver Strucken-Bathke für das Erasmus+ Team