Man nahm dir deinen Namen fort 2020 02 18

 

UPDATE: Die Veranstaltung wird nicht stattfinden - ein Ausweichtermin wird gesucht!

 

Die Shoah – die Vernichtung der europäischen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus – ist das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte: Über sechs Millionen Menschen wurden enteignet, verschleppt, in Konzentrationslagern unter menschenunwürdigen Bedingungen zur Zwangsarbeit verpflichtet und systematisch ermordet.

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager hält das Europagymnasium Kerpen die Erinnerung an dieses Menschheitsverbrechen wach: Unter dem Titel »Man nahm dir deinen Namen fort« gestalten Schülerinnen und Schüler eine Ausstellung sowie einen Themenabend gegen das Vergessen und verbinden dabei Resultate aus Unterrichtsprojekten der Fächer Geschichte, Kunst, Literatur, Musik und Religion:

So dokumentiert die Ausstellung den Weg der europäischen Juden nach Auschwitz anschaulich am Schicksal des Kerpeners Fred Roer und seiner Familie.

Auch der Themenabend stellt den nationalsozialistischen Völkermord in das Zentrum und gibt dabei einigen der unzähligen Verfolgten Namen, Gesicht und Stimme; in Gedichten, Spielszenen, Musik, Bildern und Videos werden ihre Erfahrungen, ihr Erleben und ihr Leiden dem Vergessen entrissen und zugleich in den geschichtlichen Zusammenhang der Jahre zwischen 1933 und 1945 gestellt.

In der Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt und in Sorge über antisemitische und rassistische Tendenzen unserer Gegenwart möchten wir so in unserer Schule ein Zeichen gegen Hetze und Intoleranz setzen.

Der Eintritt zu dieser besonderen Veranstaltung, die am Donnerstag, dem 19. März, um 19 Uhr in der Aula des Europagymnasiums stattfindet, ist natürlich frei!

Ralph Paland