GefahrenInternet 2020 02 23

Ist es heutzutage noch angebracht, den Gebrauch von Handys auf dem Schulgelände einzuschränken? Wie passt das zusammen mit der Forderung nach Digitalisierung an den Schulen, die in den neuen Kernlehrplänen festgeschrieben ist? Wie gehen wir am Europagymnasium mit den allgegenwärtigen Handys um?

Spätestens seitdem ein Kölner Gymnasium Anzeige erstattete wegen verfassungsfeindlicher Symbole in einem WhatsAppChat von Schülern, ist allen Beteiligten am System Schule klar, dass hier eine Auseinandersetzung stattfinden muss. Es genügt nicht, nur die Schülerinnen und Schüler aufzuklären, auch die Eltern sollen für die Gefahren im Internet sensibilisiert werden.

Frau Voiß vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz stellte auf dem Elternabend auf eindrückliche Weise die möglichen Schwierigkeiten dar, die Jugendlichen bei den unterschiedlichsten Anwendungen, vom Chat bis zum Onlinegaming, begegnen können. Ganz still wurde es im Raum, als sie erläuterte, auf welche Weise sich Erwachsenen mit unguten Absichten den Jugendlichen nähern können. Wie verletzt Schüler oder Schülerinnen reagieren, wenn ein unvorteilhaftes Foto von ihnen veröffentlicht wird oder sie im Klassenchat lächerlich gemacht werden. Wie leichtgläubig und naiv Straftaten von Kindern begangen werden, die unbedacht verbotene Inhalte posten oder die Persönlichkeitsrechte eines Mitschülers missachten. Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu schützen? Miteinander sprechen, sagt Frau Voiß. Nachfragen, was gerade passiert, den Kindern ab und an über die Schulter gucken.

Noch vor den jecken Tagen startet laut dem Cybermobbingbeauftragten der Schule, Herrn Frieske, die Arbeit in den 5. Klassen. Jede Klasse wird von Frau Voiß besucht und alle erhalten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und von Erfahrungen zu berichten. Auch die Elternarbeit geht weiter: Bereits am 17.03.2020 um 19:00h findet der nächste Elternabend im Europagymnasium statt. Unter dem Titel „Die Medienwelt der Kinder und Jugendlichen – Chancen und Risiken“ wird Frau Tietze von der Drogenhilfe Köln Gaming und digitale Spiele vorstellen. Denn die Erwachsenen sollten verstehen, womit Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Nur dann können sie im Gespräch bleiben und sinnvoll begleiten.

U. Zöller