Eichhörnchenkobel 2019 12 16

Es war eine ruhige Nacht. Carlo das Eichhörnchen lag sehr entspannt im Bett, natürlich in seinem Eichhörnchenkobel.

Plötzlich hörte er laute Musik, er war schlagartig wach. Als er rausging, standen dort schon seine Mutter und sein Bruder Tom. Als er sah, was los war, blieb ihm die Luft weg. Unten bauten viele Männer ein Festival auf. Zuerst wusste keiner, was sie machen sollten. Eins war klar, hier bleiben konnten sie nicht. Also packten sie ihre sieben Sachen und zogen los. Gegen Abend kamen sie an einer Schule an. Kurze Zeit später bauten sie ihr Lager auf. Dann erkundeten sie die Umgebung. Sie waren direkt an einem Klassenfenster, wo ein Fenster offen stand. Dann diskutierten sie eine Weile, ob sie reinspringen sollten oder nicht. Nach etwa 10 Minuten hatten sie sich entschieden, rein zu gehen. Als sie drinnen waren, schauten sie sich um. Sie waren in der 4a, dort waren viele große Tische und Stühle. Tom öffnete einen Schrank. Als er sah, was da drin war, grinste er. Der Schrank war voll mit Farbtuben, Pinseln, Schwämmen und so weiter. Er schnappte sich eine Tube und spritzte damit seinen Bruder ab, der schnappte sich auch eine Tube und so spritzten sie alle Tuben leer. Dann entschied die Mutter, es sei Zeit zu schlafen. Am nächsten Morgen wurden sie unruhig von der Schulklingel geweckt. Kurz danach ging im Klassenzimmer das Licht an und lautes Geschrei war zu hören. Schnell hier weg!

Wenig später gingen sie also los. Sie mussten nicht lange warten, da waren sie schon in der Stadt. Sie kletterten auf den Dächern von Supermärkten, Frisörsalons, Eisdielen, und am Ende machten sie eine Pause auf dem Restaurant. Als sie sich umguckten, sahen sie, dass sie zu den Mülltonnen runterklettern konnten. Als Carlo denn zu den Mülltonnen kletterte, fand er Salatreste, Hühnerschenkel, Servietten mit Ketchup usw. Nach Carlos Rückkehr futterten sie sich voll.

Als sie immer weitergingen, kamen sie an den Flughafen. Beim Anblick all der vielen Flugzeuge, kam ihnen ein Gedanke. Sie gingen zu einer Treppe eines Flugzeuges und kletterten am Geländer hoch. Sie wussten allerdings nicht, dass sie an der Flugzeugküche ankamen. Auf einmal kam eine Durchsage: „Die Türen werden geschlossen.“ Ein paar Minuten später kam ein Servierwagen vorbei. Nach kurzer Absprache stiegen sie unter die Tischdecke. Als sie sahen, was es alles so gab, lächelten sie. Sie stopften sich voll mit Süßigkeiten und Würstchen. Als sie satt waren, schlichen sie zu einer Reisetasche zwischen sehr vielen Klamotten, kuschelten sich ein und schliefen. Nach dem Aufwachen fanden sie sich in einem Hotel wieder.

Als sie sich rausgeschlichen hatten, gingen sie zu einer Küche. Als sie die vielen Leckereien sahen, fingen sie an zu futtern und als sie fertig waren, gingen sie an den Aufzügen der Rezeption und dem Eingang vom Pool vorbei. Dann gingen sie nach draußen. Schließlich fiel ihnen auf, dass es viel zu heiß war, woraufhin sie sofort wieder reingingen. An der Rezeption war gerade eine Familie bei der Abreise. Unbemerkt schlüpften sie in eine der Taschen, dann machten sie ein schönes und langes Mittagsschläfchen. Nach dem Aufwachen waren sie wieder am Flughafen. Dann sprangen sie über Restaurants, Eisdielen, Frisöre, Supermärkte und schließlich über die Schule. Als sie weitergingen, kamen sie an einen schönen Wald. Sie guckten sich genauer um und sahen eine schöne große Wiese mit Servietten, Zigarettenstummeln und Coladosen. Auf einmal schrie Carlo: „Heh, hier ist mein Kuschelhase.“ Sie mussten nicht lange überlegen, sie waren wieder zuhause. Dann richteten sie sich ihre Kobel wieder ein. Eine Woche später sah es schon wieder besser aus. Tom ging zum Chinesen, holte Gemüse und zuhause aßen sie das Gemüse. Ein paar Leute gingen spazieren und die Vögel sangen ihr Liedche.

„So kann man leben,“ sagte Carlo während er fröhlich durch die Bäume kletterte.

Paul Müller (5.7)