Quacklet 26 01 21

Am nächsten Tag saß der Prinz auf den Zinnen des Schlosses von Helsingsbørg und betrachtete die Wolken, als Primanius zu ihm kam und ihm erklärte, dass die Königin Gertrud sich mit ihm unterhalten wollte. Als er im Saal ankam fragte Gertrud ihn: „Was war denn nur gestern Abend los? Das Schauspiel war eine Beleidigung gegenüber dem König. Also was sollte das denn nur? Ich und Adalbertus wissen nicht was los war. Also: Was war denn bloß los?“ Da antwortete Quacklet wütend: „Das war euer Schauspiel. Und es war eine noch größere Beleidigung für den wahren König, meinen Onkel Dietbert!“ Da entdeckte der Prinz Füße, deren Träger sich hinter einem Wandteppich versteckte. Er trat den Spion, wie er glaubte, und dann kam der Hofrat Primanius hinter dem Wandteppich hervor. Da sagte Quacklet: „Ach, Primanius? Schade, ich hätte auf Adalbertus getippt. Tut mir sehr leid.“ „Das, aua, wäre wohl das Mindeste. Aber ich will es dir gerne verzeihen,“ antwortete Primanius ihm. Da fragte Gertrud: „Oh Quacklet, warum verhältst du dich denn nur so? Kannst du es uns denn nicht erklären?“ Er antwortete ihr wütend: „Und du? Warum verhältst du dich so? Du hast Onkel Dietbert betrogen um dich mit seinem Bruder zu verloben!“ Sie erklärte ihm: „Ich habe ihn nicht betrogen! Er hat es vorgezogen mich allein zu lassen. Er sagte: „Eher wandere ich nach Grönland aus als mich mit dir zu verloben. Und jetzt hat er seine Worte wahr gemacht und aus Enttäuschung, habe ich mich mit seinem Bruder verlobt.“ „Und bist du stolz darauf?“ fragte der Prinz. Schluchzend antwortete die Königin: „Nein, ich schäme mich ja so dafür. Ich bin ein Scheusal!“ Da kam Adalbertus in den Raum und rief erstaunt: Was ist denn hier nur los? Meine Königin ist in Tränen aufgelöst und mein Hofrat ist voller Schmerzen. Und all das ist allein Quacklets schuld!“ Er wandte sich um und erklärte gegenüber von Guildenherrn und Wosencrantz: „Er ist eine Gefahr für unser Land. Wir müssen ihn augenblicklich nach England bringen. Worauf wartet ihr denn noch? Bringt ihn nach England!“

Sofort machten sich die beiden mit dem Prinzen auf den Weg zum Hafen. Als sie dort ankamen, sahen sie drei Norweger. Diese versicherten, dass sie nur auf der Durchreise nach Schlesien seien. Dann fuhren die Höflinge und Quacklet los. Derweil hüpfte Primanius, immer noch voller Schmerzen, durch das Schloss. Da kam seine Nichte Odesinia angelaufen und stolperte, sodass sie sich an nichts mehr erinnern konnte. Jetzt war auch Primanius in dem selben Zustand wie seine Nichte. Da sagte der König: „Was haben wir denn nur für ein Pech. Was könnte denn jetzt nur noch schlimmer kommen?“ Gertrud antwortete ihm: „Wenn Gusbert ohne das Abkommen mit den Norwegern heimkommen würde, dann wäre es doch noch viel schlimmer!“

Da kam Gusbert in den Saal und erklärte, dass die Norweger das Silber und das Gold behalten hätten und, dass es ihnen zu wenig war. Da erst bemerkte er was mit Odesinia und Primanius war. Adalbertus versuchte Gusbert zu beschwichtigen. Er erklärte ihm: „Das war leider ein Bekannter von uns allen. Quacklet!“ Erstaunt sagte Gusbert: „Quacklet? Jener Quacklet?“. „Ach, jener Quacklet?“, fragte Guildenherrn erstaunt. Da fragte der König: „Was macht ihr denn hier? Ihr solltet doch mit dem Prinzen in England sein?“ Guildenherrn antwortete: „Jener Quacklet zwang uns nach Schweden zurückzukehren.“ „Wie?! Warum?! Weshalb?!“ entzürnte sich Adalbertus. „Aus welchem Grund, bitte schön, habt ihr denn befolgt, zurück zu fahren? Was sollte das bitte?“. Guildenherrn versuchte es dem König zu erklären. Aber leider vergebens.

Mit wütender Mine ging der König in den Thronsaal und lies Gusbert rufen. Der König befahl ihm, dass er sich mit Quacklet duellieren sollte und versprach ihm: Wenn er siegen würde bekäme er das königliche Erbe. Derweil ging der Prinz mit Kreatio zum Schloss. Quacklet erzählte ihm, dass sein Onkel dem Schiff gefolgt sei und ihn zur Rückkehr gezwungen habe. Kreatio zeigte sich erst erstaunt, aber er sagte nichts und stellte dem Prinzen auch keine weiteren Fragen. Als die beiden an einem Feld vorbeikamen, entdeckten sie einen sehr besonderen Baum. Da entstieg dem Baum der alte König und er regte sich sehr über Quacklet auf. Leider verfolgten die Feldarbeiter die ganze Szene, sodass Kreatio und der Prinz sich Mühe geben mussten, bis sie es den verwirrte Feldarbeitern halb glaubhaft erklärt hatten. Zielstrebig liefen sie zum Schloss zurück. Dort unterhielten sich Adalbertus und Gusbert über das Duell zwischen Quacklet und Gusbert. „Während des Duells wird Quacklet durstig werden,“ erklärte der König. „Wir werden ihm ein Glas mit Halluxinius hinstellen, er wird davon trinken und dann wird er sich schließlich in Luft auflösen.“ Da fragte Gusbert: „Aber wäre das denn dann nicht ein sehr ehrloser Sieg?“ Wütend rief der König: „Willst du dich an Quacklet rächen, weil er dir deine Liebste gestohlen hat oder willst du etwa nur ein bisschen mit ihm um nichts kämpfen? Ich bin mir sicher, dass du dich für seine Tat an ihm rächen willst! Sonst würdest du auch noch dein Ansehen verlieren. Das wirst du doch auf keinen Fall wollen.“ „Nein!“, rief Gusbert entschlossen. „Das kann ich nicht zulassen! Ich werde mich mit ihm duellieren und ich werde zweifellos siegen!“ „Sehr gut!“ sagte der König mit grimmigem Blick.

In diesem Moment kamen Quacklet und Kreatio am Schloss an und bemerkten, dass es Primanius noch keinen Deut besser ging. Als sie bemerkten, dass Odesinia völlig neben sich war, bekam Quacklet fast einen Schock. Da hörte er Gusberts Stimme. „He, Quacklet! Ich fordere dich zu einem Duell! Wenn du gewinnst, kannst du Odesinia heiraten. Aber wenn ich gewinne, dann werde ich Odesinia heiraten und du wirst Schweden für immer verlassen und wie dein Onkel nach Grönland auswandern. Bist du damit einverstanden?“ rief Gusbert. „Wenn du es so willst, dann werde ich deine Forderungen annehmen und mich mit dir duellieren!“ antwortete der Prinz entschlossen. Im Schloss lief Gertrude zu Adalbertus und rief: „Stimmt es, dass Gusbert und Quacklet sich duellieren wollen?“. Der König bejahte.

Der ganze Saal war voll. Alle waren gekommen und wollten das Spektakel auf keinen Fall verpassen. Adalbertus hatte ein Glaß mit Halluxinius in Quacklets Reichweite gestellt. Dann kamen die Kontrahenten in den Saal und der Saal war völlig außer sich. Die Kontrahenten begannen. Nur, der eine war schlechter als der andere. Der König war erschüttert wie die beiden fast die gesamte Inneneinrichtung demolierten. Die Königin war durch die Aufregung durstig geworden, griff nach dem Glaß mit dem Halluxinius und spürte sogleich dessen Wirkung. Da rief Gusbert erschrocken dem König zu, dass sein Plan nach hinten losgegangen sei. Quacklet fragte Gusbert von was er da reden würde und prompt war Quacklet über alles im Bilde. Wütend drehte er sich um und lief hinter Adalbertus hinterher. Dieser versuchte leise sich aus dem Staub zu machen. Während Quacklet den König verfolgte, durchlöcherte er leider die Fässer mit dem Halluxinius. Der Saal wurde überflutet und alle wurden unsichtbar. Auch dass Schloss wurde durch die Berührung mit dem Halluxinius unsichtbar.

Nun standen alle um Adalbertus herum und forderten das Gegenmittel um Halluxinius. Stotternd antwortete der König: „O-o-offen gestanden gibt es leider kein Gegenmittel zum Halluxinius!“ Da drehten sich alle zu Quacklet um. Dieser nahm die Beine in die Hand und rannte so schnell er konnte weg. Plötzlich rief Kreatio: „Alarm die Norweger sind auf dem Weg hierher! Wir müssen uns in Sicherheit bringen!“ „Aber für die Norweger sind wir doch unsichtbar! Genau wie das Schloss und die Schätze. Wir haben also nichts von den Norwegern zu befürchten.“ erklärte der alte König Dietbert. Und so endet auch die Geschichte von Quacklet.

Maximilian Frank (6.7)