30 Tage: Erste Berichte aus Spanien und Italien - Erasmus+
04/02/2026
Zurzeit befinden sich 12 Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer sogenannten Langzeitmobilität, also eines Austauschs, der in diesem Fall 32 Tage dauert, an drei Schulen in Spanien (in der Gemeinschaft Madrid und in Andalusien) sowie an einer Schule in Parma, Italien.
Sie nehmen am regulären Unterricht und an schulischen Aktivitäten teil. Außerdem leben sie in Gastfamilien und tauchen intensiv in die einheimische Kultur ein. Das Ganze wird vom europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ finanziert.
Hier sind die ersten Eindrücke:
Berichte aus IES Virgen de la Cabeza, Andújar, Jaén
Mein spanisches Wort der Woche: ¡Vale!
„Schon bei meiner Ankunft in Spanien war ich von der Landschaft rund um Málaga beeindruckt. In Jaén wurde ich herzlich von meiner Gastfamilie aufgenommen und lernte ihren Alltag mit den anderen Essenszeiten kennen.
In der Schule bemerkte ich schnell die Unterschiede zu Deutschland: kürzere Unterrichtsstunden, wenige Pausen und eine entspannte Atmosphäre. Ich habe mich gut in die Klasse integriert und wurde freundlich aufgenommen.
Die Sprache war anfangs eine Herausforderung, besonders im Familienalltag, doch mit Übersetzungen und spanischen Wörtern wie „Sí“ und „Vale“ komme ich immer besser zurecht. In meiner Freizeit habe ich Zeit mit Freunden, Sport und einen Malkurs erlebt.
Insgesamt war meine erste Woche sehr spannend, und ich fühle mich in Andújar bereits sehr wohl und freue mich auf die kommenden Wochen. Mein Highlight der Woche ist definitiv das Essen hier.“
Liam E., Q1
Das Essen in Spanien ist köstlich
„Wir haben an einem Deutschkurs teilgenommen, in dem wir den spanischen Schülern Deutsch beigebracht haben und im Gegenzug etwas Spanisch gelernt haben – das war sehr interessant und hat Spaß gemacht. Das Essen in Spanien ist köstlich: Meine sehr nette Gastfamilie hat traditionelle Gerichte wie Paella und Tortilla gekocht und mir die Stadt sowie ihre Geschichte gezeigt.
Flamenco war definitiv mein Highlight der Woche, da ich am Unterricht teilgenommen habe und diese ausdrucksstarke und schöne Tanzkultur erleben konnte.“
Merle S., Jgst. 9
Der Unterricht ist lebendig, interaktiv und entspannter als in Deutschland
„Während meiner ersten Woche in Andújar haben verschiedene außerschulische Aktivitäten das Erasmus+-Erlebnis besonders bereichert. Besonders spannend war ein Besuch der Polizei zum Thema Mobbing sowie ein geführter Stadtrundgang, der mir half, die Kultur und Geschichte besser zu verstehen.
Trotz meines Altersvorsprungs von ein bis zwei Jahren wurde ich schnell in die Klasse integriert. Der Unterricht ist lebendig, interaktiv und entspannter als in Deutschland, mit viel Gruppenarbeit und Diskussionen, die mir halfen, mein Spanisch zu verbessern und mich mit den Mitschülern zu verbinden.
Insgesamt waren die ersten Wochen in Andújar eine unvergessliche Erfahrung, die mir wertvolle Erinnerungen, Fähigkeiten und Kontakte für die Zukunft gebracht hat.“
Lara H., Jgst. EF
My first Week in Spain, Andujar
Madita, Jgst. 9
Während des Flamenco-Trainings meines Austauschjahres wurde mir bewusst, wie viel Tradition und Emotion in diesem Tanz zum Ausdruck kommen und wie authentisch er die spanische Kultur widerspiegelt – auf eine Weise, die man normalerweise nie zu sehen bekommt.
Laura, Jgst.10
Berichte aus Camarma de Esteruelas, Madrid – CEIP Federico García Lorca
Einige Unterrichtsstunden eröffnen neue Perspektiven und fordern mich heraus, zum Beispiel durch Improvisation im Theater im Sportunterricht
„Die Schule fühlt sich anders an als das, was ich aus Deutschland kenne. Der Unterricht ist kürzer, es gibt weniger Pausen, und der Schultag wirkt insgesamt effizienter. Es gibt Fächer und Fächerkombinationen, die wir in Deutschland nicht haben, wie zum Beispiel „Radio“ oder die Verbindung von Physik und Chemie. Viele Mitschülerinnen und Mitschüler interessieren sich für die deutsche Kultur, das Schulsystem, unsere iPads und meinen Alltag.
Das Verhältnis zu den Lehrkräften ist freundlich und persönlich, was zu einer angenehmen Lernatmosphäre beiträgt. Die Klassengemeinschaft besteht aus mehreren kleineren Gruppen, dennoch herrschen Akzeptanz, gegenseitiger Respekt und eine entspannte, harmonische Stimmung, die auch durch kleinere Klassen unterstützt wird.
Besonders positiv empfand ich das spanische Essen, das Fach „Radio“, das Selbstständigkeit fördert und der Schulgemeinschaft zugutekommt, sowie den motivierenden Französischunterricht mit für mich neuen Unterrichtsmethoden. Einige Unterrichtsstunden eröffnen neue Perspektiven und fordern mich heraus, zum Beispiel durch Improvisation im Theater im Sportunterricht. Obwohl die Nachmittage theoretisch frei sind, werden sie oft durch Prüfungen und Hausaufgaben gefüllt.
Sarem, Q1
Spanisch zu verstehen ist anfangs schwer, aber ich lerne jeden Tag dazu und spreche es so viel wie möglich
„In meiner spanischen Schule sind Lehrer und Schüler sehr freundlich, und der Unterricht ist anders als in Deutschland. Spanisch zu verstehen ist anfangs schwer, aber ich lerne jeden Tag dazu und spreche es so viel wie möglich. In meiner Freizeit habe ich berühmte Orte in Madrid besucht, wie Puerta del Sol und Plaza Mayor, und viel fotografiert. Ich probiere viele typische spanische Gerichte, die frisch und lecker sind, und habe dabei die Bedeutung des gemeinsamen Essens kennengelernt. Meine erste Woche war ein großartiger Start, und ich freue mich auf viele weitere spannende Erfahrungen in Spanien.“
Mara S., Jgst. 9
„Du bist zwar nicht meine Schwester, aber im Herzen sind wir vereint.“
„Lara C. bereitet ein Dokumentationsvideo vor und hat uns zwei Fotos mit emotionalen Geständnissen ihrer Austauschschülerin geschickt: „No eres mi hermana, pero en el fondo del corazón somos hermanas del alma“ – „Du bist zwar nicht meine Schwester, aber im Herzen sind wir vereint.“
Lara C., Jgst. 10
Trotz Vor- und Nachteilen genieße ich es, Neues kennenzulernen, besonders das abwechslungsreiche und sehr leckere spanische Essen
„In der ersten Woche begann nach dem Ankommen der Schulalltag mit vielen neuen Eindrücken. Dabei fielen mir Unterschiede zwischen der deutschen und spanischen Kultur auf, zum Beispiel bei Essenszeiten und Stundenplänen. Trotz Vor- und Nachteilen genieße ich es, Neues kennenzulernen, besonders das abwechslungsreiche und sehr leckere spanische Essen. Am Wochenende besuchte ich ein Padel-Match und spielte anschließend selbst zum ersten Mal – ein Sport, den ich unbedingt weiter verbessern möchte.“
Jan, Jgst. EF
Erste Tage in der IES Sierra de la Grana, Jamilena, Jaén
Für mich war der außerschulische Kunstunterricht ein Highlight
„Am ersten Tag am IES de la Sierra startete die Projektwoche mit über 70 Austauschschülern. Wir machten Kennenlernspiele, besichtigten trotz Regen die Sehenswürdigkeiten der Stadt und besuchten das Theater mit Aufführungen, darunter Flamenco.
Am zweiten Tag nahmen wir an verschiedenen Workshops teil: eine magische Zahlenvorführung, Arbeiten mit der KI „Nano Banana“, DNA-Experimente, 3D-Objektgestaltung, Slime- und Kristallherstellung sowie eine Flamenco-Tanzstunde.
Für mich war der außerschulische Kunstunterricht ein Highlight. Insgesamt waren die ersten beiden Tage sehr spannend und haben einen tollen Einstieg in die Erasmus+-Woche geboten.“
Jasmine V., Jgst. 10
Trotz eines anfangs schwierigen Starts war die Woche insgesamt sehr schön und bot viele neue Erfahrungen.
„Die Erasmus-Woche begann mit der Anreise von Köln über Málaga nach Jaén und einem herzlichen Empfang in der Gastfamilie. In den folgenden Tagen gab es Kennenlernaktivitäten, Stadtbesichtigungen, Theateraufführungen, Ausflüge nach Jaén und Granada sowie viele Workshops zu Mathematik, KI, Robotik, Naturwissenschaften und spanischer Kultur. Gemeinsame Aktivitäten wie Spieleabende, Fotoalbum-Arbeit, Reflexionsrunden, eine Schnitzeljagd, Tapas essen und ein Abschlussessen stärkten den Austausch.
Trotz eines anfangs schwierigen Starts war die Woche insgesamt sehr schön und bot viele neue Erfahrungen.“
Ina, Jgst. 9
Grüße aus Parma, Italien – Liceo Romagnosi
Bin gut integriert und erlebe meinen Alltag in Parma insgesamt als sehr positiv.
„Ich verbringe einen Monat als Austauschschüler am Liceo Classico Romagnosi in Parma. Die Schule hat eine angenehme, respektvolle Atmosphäre, freundliche Lehrkräfte und einen abwechslungsreichen Stundenplan mit mehreren Sprachen. Mir gefällt der Unterricht, auch der angepasste Stundenplan ist für mich sehr hilfreich.
Auch in meiner Gastfamilie fühle ich mich sehr wohl, bin gut integriert und erlebe meinen Alltag in Parma insgesamt als sehr positiv.“
Mirella, Jgst. 10