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Abenteuerliche Exkursion zum Heiligen Meer

15/04/2026

Vom 25. bis zum 27. März machte sich unser Leistungskurs auf den Weg zum Heiligen Meer – mit dem Ziel, nicht nur theoretisches Wissen zu vertiefen, sondern auch praktische Erfahrungen in der Gewässeruntersuchung zu sammeln.

Schon die Anreise zeigte jedoch: Diese Exkursion würde alles andere als gewöhnlich werden.

Geplant war eine entspannte, etwa dreistündige Zugfahrt. Doch wie so oft machte uns die Deutsche Bahn einen Strich durch die Rechnung. Verspätungen und verpasste Anschlüsse führten dazu, dass wir letztendlich ganze sieben Stunden unterwegs waren. Entsprechend erschöpft kamen wir am Ziel an, bezogen schnell unsere Zimmer und starteten – wenn auch etwas verkürzt – in die erste Unterrichtseinheit. Dabei erhielten wir eine Einführung in das Ökosystem des Heiligen Meeres und wurden direkt praktisch aktiv: Erste Wasserproben wurden entnommen, und wir beschäftigten uns mit verschiedenen Nährsalzen und deren Bedeutung für das Gewässer. Der Abend klang dann deutlich entspannter aus – mit gemeinsamem Essen, Gesprächen und ein paar Runden Spielen auf der Nintendo Switch.

Der Donnerstag begann nach einem stärkenden Frühstück mit einer theoretischen Vorbereitung, bevor es endlich aufs Wasser ging. Mit dem Boot erkundeten wir das Heilige Meer und führten verschiedene Messungen durch. Besonders spannend war der Einsatz professioneller Geräte, mit denen wir Werte im Wasser bestimmen konnten. Das Wetter hatte dabei allerdings seinen ganz eigenen Plan: Im Minutentakt wechselten sich Sonnenschein und plötzliche Hagelschauer ab. Einmal mussten wir unsere Arbeit unterbrechen und kurz ans Ufer zurückkehren, hielten die übrigen Schauer aber tapfer auf dem Boot aus. Neben den Messungen sammelten wir auch die sogenannte Mudde vom Seegrund – nährstoffreiche Ablagerungen, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Nach einer Mittagspause ging es erneut hinaus aufs Wasser, bevor wir die Ergebnisse gemeinsam auswerteten und die Grundlage für ein Vertikalprofil des Sees erarbeiteten.

Nach einem intensiven Arbeitstag stand der Abend ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Neben dem Abendessen wurde viel gelacht und gespielt: Von „Just Dance“ über „Werwolf“ bis hin zu einem spontanen Speed-Dating war alles dabei. Als Highlight bestellten wir gemeinsam Pizza und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Am Freitag standen noch letzte Unterrichtseinheiten und freiwillige Bootsfahrten auf dem Programm. Dabei konnten wir weitere Wasserproben nehmen und uns intensiv mit den darin enthaltenen Lebewesen beschäftigen. Mithilfe von Bestimmungsbüchern identifizierten wir verschiedene Organismen und erhielten so einen noch tieferen Einblick in das Leben im See. Zum Abschluss trugen wir uns ins Gästebuch ein, bevor es wieder zurückging. Und wenig überraschend verlief auch die Rückreise nicht ganz nach Plan – erneut sorgten Verspätungen für eine deutlich längere Fahrtzeit.

Trotz aller ungeplanten Hindernisse war die Exkursion ein voller Erfolg. Neben spannenden wissenschaftlichen Einblicken – wie der Erstellung eines Vertikalprofils oder der Analyse von Wasserproben – blieb vor allem eines in Erinnerung: der Spaß. Ob Hagelschauer, matschige Ausrutscher oder chaotische Zugfahrten – diese drei Tage waren ein echtes Erlebnis, das unseren Kurs nicht nur fachlich, sondern auch als Gemeinschaft enger zusammengeschweißt hat.

Laura Wallig, Q1 Biologie-Leistungskurs (Glasmacher)

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