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Ein MINT-Erlebnis, das unter die Haut geht: Rätsel, Physik und Klimawandel

06/02/2026

Knobeln, rechnen, kombinieren – und das alles unter Zeitdruck. Der heutige Programmtag forderte unsere Schülerinnen und Schüler auf besondere Weise heraus. Im Zentrum stand ein Escape-Spiel, das von Schülerinnen und Schülern eines kroatischen Physikkurses eigenständig entwickelt und in der Schulbibliothek durchgeführt wurde. Planung, Aufbau und Ablauf waren dabei bis ins Detail durchdacht.

Die Aufgabe war klar, der Weg dorthin anspruchsvoll: In der Bibliothek mussten Hinweise gefunden, Rätsel entschlüsselt und Codes geknackt werden.
Valeriia und Erika beschreiben ihre Erfahrung so:

„Wir mussten Hinweise in der Bibliothek finden und die Rätsel lösen. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Sudoku, bei dem man Schritt für Schritt den richtigen Code herausfinden musste.“

Escape Room: Wenn Denken zur Herausforderung wird

Besonders gefordert waren mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen. Algebraische Gleichungen, logisches Kombinieren sowie Aufgaben aus Physik und Chemie bildeten die Grundlage vieler Rätsel. Für einige unserer Schülerinnen und Schüler stellte dies eine echte Herausforderung dar – gerade weil ihre eigenen Stärken eher im sprachlichen Bereich liegen.

Valeriia und Erika halten fest: „Die Aufgaben aus Mathematik, Physik und Chemie waren für uns teilweise kompliziert, da wir mehr auf Sprachen fokussiert sind. Umso wichtiger war die Zusammenarbeit in der Gruppe.“

Gerade diese Zusammenarbeit erwies sich als Schlüssel zum Erfolg. Ideen wurden geteilt, Lösungswege gemeinsam diskutiert und Ergebnisse gegenseitig überprüft. Die Schülerinnen und Schüler erlebten dabei, wie wichtig Kooperation und Kommunikation beim Problemlösen sind.

„Wir haben die Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern sehr geschätzt“,
betonen Valeriia und Erika rückblickend.

Am Ende fügten sich alle Lösungen zu einer gemeinsamen Aussage zusammen: Nach aktuellen wissenschaftlichen Modellen könnte die Arktis in etwa 80 Jahren im Sommer eisfrei sein. Eine Erkenntnis, die vielen deutlich machte, dass hinter Formeln und Modellen sehr reale Entwicklungen mit globalen Folgen stehen.

Technik zum Anfassen: Besuch im Technischen Museum Nikola Tesla
Nach der intensiven Kopfarbeit setzte sich das MINT-Erlebnis im Technischen Museum Nikola Tesla fort. Besonders eindrucksvoll war der Gang durch eine realitätsnah nachgebaute unterirdische Kohlmine, die einen authentischen Eindruck von den historischen Arbeitsbedingungen im Bergbau vermittelte.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Elektrizitätslehre und den Arbeiten von Nikola Tesla. In spannenden Vorführungen wurde gezeigt, wie mithilfe von Tesla-Spulen hochfrequente Wechselströme und hohe Spannungen erzeugt werden. Die sichtbaren elektrischen Entladungen machten elektromagnetische Felder und die Grundlagen moderner Stromversorgung unmittelbar erlebbar.

Für viele Schülerinnen und Schüler war dies der Höhepunkt des Tages. Leonard fasst es treffend zusammen:

„Das Nikola-Tesla-Museum, vor allem die Vorführungen, waren für mich das Highlight des Tages.“

Fazit

Der Tag verband anspruchsvolle MINT-Inhalte, kreatives Problemlösen und globale Zukunftsfragen auf eindrucksvolle Weise. Das von Schülerinnen und Schülern entwickelte Escape-Spiel zeigte, wie motivierend und herausfordernd naturwissenschaftliches Lernen sein kann, wenn es praxisnah und gut organisiert ist. Der Museumsbesuch rundete den Programmtag ab und hinterließ nachhaltige Eindrücke – fachlich wie persönlich.

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