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Europagymnasium Kerpen setzt auf Nachhaltigkeit in der Europawoche 2024

15/05/2024

In diesem Jahr haben wir uns während der Europawoche für den Schwerpunkt “Nachhaltigkeit” entschieden und damit erfolgreich eines der Hauptziele unserer Akkreditierung erfüllt: das Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels schärfen, Lösungen finden und technologisch-nachhaltige Themen fördern.

Viele Aktivitäten besaßen die Intention, die Gefahren und Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erderwärmung und der Verschmutzung durch Plastik jedem ins Bewusstsein zu rufen: Los ging es am Montag mit einem spielerisch-digitalen Quiz, wo es um Fragen der Nachhaltigkeit im Alltag ging. Ein anderer Teil war ebenso ein Spiel, wo die Jugendlichen in einem Wurfspiel den Umgang des Mülltrennens lernen bzw. üben konnten, da in Deutschland ein großer Teil des verbrannten Mülls vermieden werden könnte, wenn die Mülltrennung in allen deutschen Haushalten ordentlich geführt werden würde. Zudem wurden Ideen unter Schülern gegen den Klimawandel gesammelt und auf Plakaten für die ganze Schulgemeinschaft festgehalten. Außerdem mussten Begriffe mit einem Nachhaltigkeits- und Klimazusammenhang in Form eines Memorys passend in Verbindung gebracht werden.

Der Höhepunkt der Europawoche war der Start unseres Pilotprojekts „Repair Café“, das im Rahmen der Oktober-Mobilität in Kerpen ins Leben gerufen wurde. In Zusammenarbeit mit Eltern, der Stadt Kerpen und dem Netzwerk 55plus sowie dem Reparatur Café in Sindorf ging es um das Nähen, Recyceln, Reparieren und Lernen. Man wollte dazu sensibilisieren, alte, vielleicht defekte Gegenstände, nicht sofort zu entsorgen, sondern mit eigener, kreativer Kraftanstrengung zu bewahren. Ein Schulmikroskop hatte beispielweise einen Wackelkontakt und die Lampe blieb dunkel. Ein gelernter Elektriker machte sich sofort an die Arbeit. Nach nur 20 Minuten meinte er: "Ich habe den Fehler gefunden. Kabel aufgetrennt und da habe ich den Kabelbruch gefunden. Ich habe das Kabel gekürzt und wieder neu angeschlossen. Jetzt funktioniert alles wieder wie neu."

Die Schülerin Natalia meint am Ende des Nachmittags: “Ich habe zum Beispiel gelernt, wie man eine Nähmaschine bedient. Ich hätte mir vorher nie vorstellen können, dass das so einfach und großartig zugleich ist.“ Am Samstag zum Abschluss der Europawoche besuchten einige Schüler das monatliche Treffen des Reparatur-Treffs des Netzwerks 55plus in Sindorf, um einige Nähmaschinen abschließend zu reparieren. Und wer sagt, dass Frauen schlecht in Technik sind? Nicht im Falle von Maryam K., die sich sogar an einige Schraubarbeiten heranwagte. 

Am Ende des Nachmittags meinte Nico: „Wir hatten heute viel Spaß. Wann lernt man schon mal so etwas in der Schule?

Ein ganz besonderer Dank geht auf diesem Weg an Dr. Marko Spieler, der nicht nur als begeisterter Mitbegründer des Repair Cafés heraussticht, sondern durch seine Arbeit am Erasmus+ Projekt ein Garant ist, dass sich das Europagymnasium für ein nachhaltigeres und klimabewussteres Europa einsetzt.

Ein großes Dankeschön geht auch an Frau Wollbaum, Herrn Höveler, Familie Wilkens und Vertreter des Kerpener Netzwerks 55plus & Reparatur-Treffs in Sindorf Robert Kosanke, Gerhard Schaefer und Peter Güttler sowie an Frau Jansen von der Kolpingstadt Kerpen, die für die Begleitung des Kerpener Netzwerks 55plus und Bürgerschaftliches Engagement zuständig ist.

Eine weitere Aktivität in dieser Woche war die Kooperation mit der Schulgarten AG unter der Führung der Lehrerin Frau Pardella. Aus den selbst geernteten Radieschen und Tomaten stellten die Schülerinnen und Schüler Kräuterquark her, ganz nach dem Motto 'Reduce, Reuse, Recycle'.

Es war eine Woche, die im Sinne eines gemeinsamen und kooperierenden Europas Ergebnisse geliefert hat und v.a. im Bereich der Nachhaltigkeit neue Fortschritte produziert hat.

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