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Im Hospitationsprogramm des Deutschen Schulpreises

10/03/2026

Zu Gast am Thomas-Morus-Gymnasium in Oelde – Unser erster Tag im Hospitations­programm des Deutschen Schulpreises

Im Rahmen des Hospitationsprogramms des Deutschen Schulpreises sind wir, Marc Eßer und Holger Müller-Hillebrand, in dieser Woche zu Gast am Thomas-Morus-Gymnasium (TMG) in Oelde – einer Schule, die in der deutschen Bildungslandschaft mit einem bemerkenswerten Profil aufwartet und deren Konzepte uns bereits in der Vorbereitung neugierig gemacht haben.

Das TMG ist UNESCO-Projektschule und hat sich dem Leitbild „Nachhaltig(es) lernen: vernetzt, langfristig, selbstgesteuert" verschrieben. Nachhaltigkeit ist hier kein Aushängeschild, sondern durchzieht das gesamte Schulleben – von der Unterrichtsgestaltung über die Schulentwicklung bis hin zu konkreten Schülerprojekten, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren. Das Herzstück des pädagogischen Konzepts ist das sogenannte Phänomenbasierte Lernen (PBL): In jahrgangsübergreifenden Kursen für die Klassen 7 bis 9 arbeiten Schülerinnen und Schüler wöchentlich in Kleingruppen an selbstgewählten Forschungsfragen – ohne Noten, aber mit echter Neugier und wachsender Selbstständigkeit. Ob Alltagsrassismus in sozialen Medien, die Nachhaltigkeit von E-Autobatterien oder die Beschaffenheit von Waldböden: Die Themen kommen von den Lernenden selbst. Das TMG versteht sich ausdrücklich als lernende Institution.

Unser erster Tag begann mit einem herzlichen Empfang durch die Schulleitung. Schulleiter Philipp Hermeier und sein Team nahmen sich viel Zeit, uns die Schule vorzustellen und uns in die Woche einzuführen. Bei einer ausführlichen Schulführung konnten wir bereits einen ersten Eindruck gewinnen: Das TMG nutzt konsequent verschiedenste Lernorte – Flure, Foren, die Pausenhalle und den Schulhof. Lernen findet hier nicht nur im Klassenraum statt.
Im Anschluss planten wir gemeinsam die weiteren Tage der Woche und stimmten uns ab, welche Unterrichtsformate und Entwicklungsprozesse wir gezielt in den Blick nehmen möchten. Den Nachmittag verbrachten wir dann in den Neigungsfächern der Jahrgangsstufe 5 – und wurden gleich auf das Beste überrascht. In den Kursen „Glück" und „Schach“ begegneten uns Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, die mit großer Freude und sichtlichem Engagement bei der Sache waren - kreatives, problemlösendes Denken ist Teil des schulischen Alltags.

Am Ende dieses ersten Tages nehmen wir vor allem eines mit: Das TMG ist eine Schule, die ihr Leitbild lebt. Die Offenheit, mit der wir empfangen wurden, die Selbstverständlichkeit, mit der Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr Lernen übernehmen, und die spürbare Freude am gemeinsamen Weiterentwickeln haben uns tief beeindruckt. Wir freuen uns auf die kommenden Tage in denen wir weiter in das Phänomenbasierte Lernen eintauchen dürfen.

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