Pilgertour III – In einer Woche von Trier nach Metz auf dem Jakobsweg
01/06/2026
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Tag 1 – Von Trier nach Konz-Könen (15km)
Es ist wieder so weit: Zum dritten Mal geht die Pilgertour los, und diesmal im Großformat: Ganze 5 Tage lang, über 100km, und sogar international, von Deutschland nach Frankreich- hier ein kleiner Reisebericht.
Der Anfang ist immer das skurrilste. Bis gestern war man noch mehr oder weniger im Schulleben, und dann steht man da plötzlich um etwa 11 Uhr nach 3h Zugfahrt mit einem 8kg-schwerem Rucksack mit 20 anderen Leuten vor der Porta Nigra in Trier und lächelt in eine Kamera. Dann sind die Fotos erledigt, und dann läuft man auch schon los. Immer der goldenen Muschel hinterher, die den Jakobsweg ausschildert, und das immer so weiter, für 5 Tage. Hört sich erstmal ziemlich verrückt an. Ist es auch. Aber genau deswegen ist es auch so faszinierend. Für eine Woche lässt man den Alltag hinter sich und läuft einfach immer weiter. Aber erstmal zurück zur Porta Nigra. Nachdem die Fotos geknipst waren und der Pilgersegen in St. Matthias ausgeteilt wurde, ging es erstmal aus der Stadt raus, und dann an der Mosel entlang. Erstmal so grob die Gruppe kennenlernen. Dieses Jahr bestand die Gruppe aus 18 Schüler: innen aus Q1 und EF, und drei Lehrer:innen, Frau Himpel, Frau Egler und Herr Glasmacher. Zu Beginn war das Wetter erstmal bewölkt, und die Temperatur einigermaßen angenehm, und die Mosellandschaft auch schön grün. Die ersten Kilometer wurden entsprechend schnell hinter sich gebracht, schließlich wurde eine kurze Pause an der Mosel eingelegt, wo zwei unserer Pilgerkollegen direkt mal die mitgebrachten Angeln ausgeworfen haben. (Diesmal wurde kein Fisch gefangen, aber ob sich das im Laufe der Tour noch ändert? Wer weiß...) Trotzdem waren wir relativ schnell in Konz-Könen, wo wir in der lokalen Gemeindehalle übernachteten. Da dort eine Küche war, wurde erstmal ordentlich was gekocht, sowohl Nudeln als auch eine “Männerpfanne” (sprich: viel Hähnchen, Gemüse und Reis), und das erste von vielen Isomattenlagern aufgebaut. Leider gab es keine Dusche, aber das wurde tapfer ausgehalten. Danach wurde noch ein bisschen Volleyball gespielt, und es wurden sich entsprechende ‘Spielernamen’ ausgedacht. Eine Runde lief dann ungefähr so:
Oh! Big M ist am Ball! Und auf Big S! Und die kriegt den Ball, und Big Double-M! Petite K! Pointman Junior! ... (Das hat unironisch dabei geholfen, sich die Namen zu merken. Muss mal untersucht werden.) Und dann ging man schließlich noch relativ fit ins Bett.
Tag 2 – Von Konz-Könen nach Oberleuken (30km)
Die erste Nacht auf den Isomatten war hart, und die Füße taten schon ein bisschen weh, aber ansonsten war noch mehr oder weniger alles in Ordnung (außer bei einem unglücklichen Kollegen, der sich den Fuß beim Volleyball umgeknickt hatte- Ruhe in Frieden). Nachdem wir gefrühstückt hatten (die Gemeinde war sehr nett und hatte uns belegte Brötchen geholt) und den Topf von gestern, um den sich niemand mehr kümmern wollte, von der eingetrockneten Alfredo-Soße erlöst hatten (also wir heißt eigentlich primär Frau Himpel, danke nochmal), ging es weiter in Richtung Frankreich.
Leider mussten wir bald feststellen, dass dieser Teil des Pilgerweges nicht mehr ganz so angenehm zu laufen war- nicht nur hatte er deutlich mehr Höhenmeter, sondern weil die Region sehr spärlich war, ging es oft über Asphalt oder an Straßen entlang. Zudem fing es irgendwann auf halber Strecke auch noch an zu regnen, und die gute Stimmung war dann doch relativ schnell wieder weg. Dazu kam, dass es kaum Möglichkeiten gab, Proviant zu kaufen, und auch wenn man eigentlich genug dabei hatte, war es trotzdem nervig, damit haushalten zu müssen. Dazu kam noch, dass wir auch einige Male einfach falsch abgebogen sind, weil wir die Muschel übersehen hatten. Jedes Mal, wenn Frau Himpel wieder “Wartet mal!” rief, und dann nach ausführlicher Recherche verkündete, dass wir vor 300m hätten links abbiegen müssen, wurden die Gesichtsausdrücke angestrengter. Nach einem langen Tag querfeldein kamen wir dann schließlich im kleinen Oberleuken an. Auch hier übernachteten wir wieder in einer Gemeindehalle. Diesmal gab es aber keine Küche, also wurde Pizza bestellt und das zweite Isomattenlager aufgebaut. Zudem konnten wir (endlich) duschen- wenn auch in der Mannschaftsdusche des lokalen Sportvereins. Aber immerhin. Leider regnete es allerdings auch durch den Abend weiter, und es sollte erst irgendwann morgen aufhören. Entsprechend war die Stimmung an diesem Abend eher etwas betrübt.
Tag 3 – Von Oberleuken nach Sainte-Marguerite (25km)
Die Stimmung war am Tiefpunkt. Die guten Nachrichten: Es hatte aufgehört zu regnen, und es war nur noch leicht am Nieseln. Die schlechten Nachrichten: Alles tat weh, der Boden war hart, und es war ein weiterer langer Tag vor uns. Aber es gab Hoffnung: In der Ferne lag ein mystischer Ort namens “Pearl Harbor” (Perl), den man “überfallen” (einkaufen gehen) konnte. Und dann würde man heute auch in Frankreich ankommen. Zuerst ging es lange an der Straße entlang aus Oberleuken heraus, und dann in einen Wald hinein. Im Wald kamen wir dann an einer Pferdekoppel vorbei. Da standen dann auch zwei Pferde. Zuerst schauten sie uns an. Dann sprangen sie über den Zaun und liefen davon. Nachdem wir erstmal zur Sicherheit halber bei der Polizei angerufen hatten, sind wir den Weg weitergegangen- nur um die Pferde am Ende etwa 500m auf einer anderen Koppel auf einem Bauernhof wiederzufinden. Hatte was von einem KIKA-Zeichentrickfilm an sich. Vermutlich hatten die Pferde Angst vor uns, da der Lage nach zu urteilen, an der Koppel vermutlich selten Leute vorbeikamen, und sind dann nach Hause abgehauen. Die Polizei hatte sich zumindest schon mit dem Bauernhof verständigt und der Fall hatte sich schnell geklärt, von da her konnten wir weiter gehen.
Ein paar Kilometer später kamen wir dann auch in “Pearl Harbor” an, und dort erwartete uns die Heilige Dreifaltigkeit der deutschen Supermärkte: Aldi, Rewe und dm. Man schaut am Supermarkt ja unterbewusst immer auf die Einkäufe der anderen - nicht, dass man es böse meinen würde, aber man muss sich ja ein Bild machen. Vielleicht kann man auch einfach nicht anders, als mal eine Augenbraue anzuheben, wenn vor einem der Typ aus der Matheklausur steht, der einen Turm aus Tiefkühlpizzen, literweise Getränke oder 70 Eier aufs Band legt. Was sich die Menschen aus Perl also wohl gedacht haben, als wir die halbe Backwarentheke, mindestens zwei Dutzend Softgetränke und kiloweise Nuss-Frucht-Mixe und Riegel aufs Band gelegt haben- was auch immer, wir haben uns nichts anmerken lassen.
Von Perl aus war es nur noch ein Katzensprung bis zur Grenze, wo wir erstmal vor einem Miniatur-Eifelturm für ein Foto posierten. Irgendwann waren alle dämlichen ‘Wir sind schon in Paris, haha! ’-Witze gerissen, und es ging auf in das große, wilde und unbekannte Terrain unseres Nachbarlandes.
Bevor es weitergeht, würde ich gerne anmerken, dass ich in der siebten Klasse Latein gewählt hatte, und sich meine Französischkenntnisse auf ‘Merci! ’, ‘Bonjour! ’ und ‘Au revoir’ beschränken (Und bei den meisten von uns sah es nicht viel anders aus). Entsprechend könnte man sagen, dass wir top vorbereitet waren. Sorry an die Französisch-Fachschaft oder so.
Die ersten französischen Orte, die wir besuchten, waren wirklich schön, mit alten Häusern, viel Natur und sogar einer Burg auf einem Hügel. Wir haben uns auch vorbildlich verhalten, und jeden Franzosen höflich mit “Bonjour Monsieur/Madame!” begrüßt. Leider mussten wir dafür ziemlich viele Höhenmeter hinter uns bringen, aber immerhin regnete es nichtmehr wirklich, und mit neuem Proviant begann sich die Stimmung langsam zu heben. Schließlich ging es in einen Wald mit einem Bach hinein. Der Weg begann immer mehr zu einem Kletterpfad zu werden ...bis er plötzlich auf der anderen Seite weiterging. Auf der anderen Seite konnte man auch so grob einen Brückenpfeiler ausmachen, aber der Rest der Brücke war auf unerklärliche Weise verschwunden. Also hatten wir zwei Optionen: Entweder zurückgehen und das Gebiet umlaufen, oder irgendwie einen Weg über den Bach bauen. Eigentlich war schon von Anfang an klar, dass wir nicht nochmal zurückgehen wollten, und die Aussicht auf ein bisschen ‚Action‘ führten letztendlich zum Bau einer provisorischen Brücke aus Stock und Stein. Zum Glück ging alles gut und niemand wurde nass, aber noch besser, die Motivation wurde durch dieses spontane Abenteuer wieder aufgefüllt, und es ging schnell weiter durch die Mosellande. Etwa 10km später kamen wir in Sainte-Marguerite an. Frau Himpel hatte verraten, dass es sich hier um eine echte Pilgerunterkunft mit richtigen Betten handeln würde, und wir sogar etwas zu essen bekommen würden, dementsprechend waren die Erwartungen hoch. Sainte-Marguerite war auf dem ersten Blick sehr unscheinbar. Das ganze Dorf bestand aus etwa 30 Häusern entlang einer Straße, und wirkte sehr verlassen. Wir gingen an der kleinen Kapelle und dann an mehr und mehr Häusern vorbei, bis wir schließlich, am Ende der Straße, an einem Haus umgeben von Garten ankamen. Uns begrüßte ein älteres Ehepaar, das sich als Isabelle und Gerald vorstellte. Das Haus war echt verwinkelt und süß, und der Dachboden, auf dem wir schliefen, war voll mit gemütlichen Betten. So gemütlich, dass wir uns direkt draufgeworfen haben- und eins davon laut knackte und einbrach. Nach einem kurzen sehr unangenehmen Moment haben wir dann die Matratze angehoben, damit Isabelle sie inspizieren konnte. Das Urteil: “le crack, c’est moche!”. Daraufhin zuckte Gerald ebenfalls mit den Schultern: “C’est moche!” Die beiden Wörter wurden daraufhin zum neuem Basiswortschatz: “C’est moche.” als generell negativer Ausdruck, und “le crack” als Ausdruck dafür, dass etwas schiefläuft. Zudem wurde noch, dem Lied ‘Formidable’ von Stromae entsprechend, “fo(ho)rmidable” als generell positiver Ausdruck eingeführt.
Nachdem der Schreck überwunden war, und wir auch alle endlich in einer vernünftigen Dusche geduscht hatten (formidable!), ging es runter zum Essen. Und das war wirklich extrem formidable: Der Tisch war gedeckt, als würde dort gleich jemand heiraten, mit einer weißen Tischdecke, Blumen, verzierten Tellern und noch viel mehr. Und dann wurde uns ein komplettes 4-Gänge-Menü mit Vorspeise, Hauptgericht, Käseteller und Nachspeise serviert. (fo-hormidable!) Das war wirklich einer der schönsten Momente aller bisherigen Pilgertouren, und ein wundervoller Einblick in die französische Gastfreundschaft und Lebensweise. Natürlich haben Isabelle und Gerald auch Geld dafür bekommen, aber sie waren trotzdem supernett, und man hat wirklich gemerkt, dass ihnen die Sache auch sehr am Herzen lag, und das war wirklich schön. Nach dem ganzen Essen sind wir dann ab in die richtigen Betten, und ich hab’ geschlafen wie ein Stein (formidable).
Tag 4 – Von Sainte-Marguerite nach Vigy (25km)
Das Aufstehen war am schwersten. Wir wurden etwa um 8:00 geweckt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich erst nach einer Viertelstunde überhaupt etwas geregt hatte. Nachdem Gerand und Isabelle uns noch ein Frühstück gemacht haben und wir ihnen “Au revoir” gesagt hatten, ging es dann weiter. Zuerst liefen wir entlang eines militärischen Gebiets, wobei wir hin und wieder auf alte Bunker stießen, die mit Schießscharten, Ausgucken o.ä. aus der Erde hervorragten. Bei einigen konnte man sogar in das Innere hineinsehen, was sehr interessant war. Das Wetter war auch schon deutlich besser, kein Regen, sondern zunehmend mehr Sonne. Wir kamen durch immer mehr kleine französische Orte, und wenn wir dort Rast machten, kamen auch oft ein paar Einwohner, um sich mit uns (also meistens mit den Lehrern) zu unterhalten. Ansonsten verlief der vierte Tag wie im Flug, und wir hatten schon schnell über die Hälfte des Weges hinter uns gelegt. Es wurde auch noch ein paar Mal die Angel ausgeworfen, wenn auch ohne Erfolg (c’est moche). Wir haben auch an einem Spielplatz Pause gemacht, wo ein paar lustige Fotos mit den Wippen aufgenommen wurden, und kurz vor Vigy kamen wir noch an einer Kapelle im Wald vorbei. Als wir nur noch wenige hundert Meter von Vigy entfernt waren, war Frau Himpel plötzlich hektisch am Telefonieren, und Frau Egler meinte: “Wir haben vielleicht ein mittelgroßes Problem”.
Es stellte sich heraus, dass die Kapelle, an der wir vor etwa 3 Kilometern vorbeikamen, eigentlich unsere Unterkunft für die Nacht war- oder besser, eine kleine Hütte neben der Kapelle. Zum Glück war das Dorf auch wieder sehr hilfsbereit, und bot an, uns zurück zu der Hütte zu fahren. Ein paar konnten also schon direkt zur Hütte, und der Rest konnte noch ins Dorf, um dort einzukaufen. Auf dem Weg zum Supermarkt trafen wir dann auf ein paar Leute, die mit einem Auto am Straßenrand standen. Als sie uns sahen, winkten und riefen sie; es stellte sich heraus, dass sie unseren Pilgerstempel hatten. Pilgerstempel sind Stempel für den Pilgerpass, um seine Reise festzuhalten- und man findet sie eigentlich im Zusammenhang mit Kirchen- entsprechend merkwürdig, dass es diesen einfach am Straßenrand gab. Wir haben auch ein paar Sekunden Reaktionszeit gebraucht, bis wir verstanden hatten, dass es dort tatsächlich einen Stempel gab. Nach unserem Einkauf sind wir dann auch in die Unterkunft – es hat sich sehr illegal angefühlt, Auto zu fahren, wenn auch nur für ein paar Minuten – und waren dann in unserer neuen Bleibe. Sie war zwar nicht wirklich prächtig, und die Betten sahen aus, als könnten sie Bettwanzen haben, weshalb wir am Ende einfach auf dem Boden gepennt haben, aber ansonsten war es in Ordnung. Zumindest gab es (sehr) heiße Duschen. Zum Essen gab es wieder mal Pizza, und wir haben Flüsterpost mit u.a. französischen Begriffen gespielt- keine Ahnung wie aus ‘Salvete soldales’ ‘Merci’ wurde, oder aus irgendeinem französischen Begriff, den ich leider nicht so hier wiedergeben kann (Lateiner, c’est moche) “Ich werde diese (zensiert)-Sprache nicht sprechen, (zensiert), und dann “s'il vous plaît” wurde- immerhin war es lustig. In Vorfreude auf das baldige Ende der Tour ging es nach einer Runde Volleyball ins Bett.
Tag 5 – Von einer Kapelle etwa 4km außerhalb von Vigy nach Metz (25km)
Morgens wurden die Schlafsäcke zum letzten Mal zusammengerollt, und dann gings auf, zuerst nach Vigy, wo der Supermarkt extra für uns noch eine Stunde aufhatte, und wir ein mächtiges Baguettefrühstück abhielten. Irgendwie hatte jeder ein verschiedenes Topping geholt, von Nutella über Frischkäse bis hin zu- einem ganzen Glas Gewürzgurken? Okay, sure, why not- Heute war der 8.Mai, der Tag, an dem der zweite Weltkrieg endete, und auch der französische Nationalfeiertag. Entsprechend hingen in fast allen Dörfern Flaggen an den Häusern und an den Straßen, und an einigen Orten konnte man schon Vorbereitungen für einen Umzug erkennen. Das Wetter war auch traumhaft, und der Proviant voll, und man konnte den letzten Tag nochmal ordentlich genießen. Die Gegend wurde auch langsam immer belebter, und man konnte bald auch schon die ersten Hochhäuser in der Ferne sehen. Gleichzeitig wurde es aber doch auch ziemlich warm, und wir sind nochmal ein wenig ins Schwitzen gekommen (c’est moche). In der Stadt wurde es dann nochmal komplizierter, da man jetzt ja erst einmal den Großstadtdschungel navigieren musste, und die Pilgermuschelsticker oft kaum mehr auffindbar waren. Dazu kam, dass es in Metz gleich 3 größere Kirchen gibt, und wir uns daher nicht einmal sicher waren, zu welcher genau wir eigentlich hinmussten.
Schließlich fanden wir uns in einer kleinen, stillen Gasse wieder. Eigentlich sollte die Kathedrale direkt um die Ecke sein, aber irgendwie haben wir noch nichts gesehen- bis wir aus der Gasse herauskamen und nach oben guckten- und dann war da die Kathedrale, die da über den Häusern thronte. Das war ein Anblick, der vielleicht nur noch von dem gedeckten Tisch bei Isabelle und Gerard übertroffen werden konnte- wir sind dann schnell die letzten Meter zum Eingang hochgelaufen und haben erstmal ein großes Fotoshooting gemacht, bis wir dann endlich rein sind. Die Kathedrale war auch wirklich „formidable“- sowohl vom riesigen, gotisch geprägten Innenraum mit Orgel, und prachtvollen Fenstern, als auch von der Temperatur und der Anzahl von Stühlen her. Sich dann da einfach nur hinzusetzen und diese Kirche zu bestaunen war ein echter Erfolgsmoment. Und darum geht es ja letztendlich auch ein bisschen. Mal die eigenen Grenzen überschreiten, die Komfortzone verlassen und sich auf ein wenig Abenteuer einlassen. Zu guter letzt ging es dann ins Hostel, wo wir endlich wieder richtige Betten hatten und duschen konnten. Unsere Angeljungs haben sich aber entschieden, an der Mosel nochmal die Angeln auszuwerfen- und haben sogar einen kleinen Fisch gefangen! Nachdem wir uns abends mit indischem Essen verwöhnt haben (hatten wir irgendwie mehr Lust drauf als französische Küche, kein Hate, aber nach 120km sind Schnecken nicht mehr so ansprechend wie Butter Chicken), ging es wieder schlafen. Am nächsten Tag mussten wir dann nur noch 6 Stunden Bahn fahren, und dann waren wir auch schon wieder in der Heimat.
Das war für mich vermutlich die letzte Pilgertour, aber es war ein sehr schöner Abschluss. Die Pilgertour war schon ziemlich herausfordernd und hat uns einiges abverlangt, aber für die schönen Erinnerungen und den Einblick in den französischen Lebensstil, das leckere Essen und die Flucht aus dem Schulalltag hat es sich allemal gelohnt. Die Pilgertour(en) werden immer etwas sein, auf das ich froh und auch ein wenig stolz zurückschauen werde, und die Pilgermuschel werde ich auf jeden Fall als Andenken behalten. Nächstes Jahr soll es in der Europawoche wieder eine Pilgertour für die EF und Q1 geben. Wo es dabei hingeht, ist noch nicht ganz klar, aber letztendlich geht es ja auch um die Reise, und nicht so stark ums Ziel. Wir alle können es euch allen nur herzlich empfehlen.
P.S.: Dieses Jahr haben ein paar Pilgerkumpanen einen TikTok-Account gemacht, auf dem sie die Reise festgehalten haben. Falls ihr also ein paar immersive Einblicke in die Pilgertour haben wollt, schaut da doch mal rein: https://www.tiktok.com/@pilgerbuben?_r=1&_t=ZG-96ZLG0cCabQ
(Lasst auch gerne ein Like da, Support ist kein Mord, oder so)