Europaprojekte

Von unserer Schule soll durch Projekte, Wettbewerbe und Aktionen ein Impuls in die Stadt Kerpen und darüber hinaus ausgehen. Umgekehrt werden an unserer Schule Veranstaltungen und Vorträge stattfinden, die die Schule immer wieder neu inspirieren sollen.

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Europawoche und europäische Wettbewerbe

Die verstärkte Teilnahme an europäischen Wettbewerben oder Aktionen ist Programm unserer Schule. Positive Erfahrungen wurden mit verschiedenen Comenius-Projekten und mit dem laufenden Erasmus Plus-Projekt gemacht. Regelmäßig finden in unserer Aula Konzerte statt, die z.B. dem Thema „Musik aus und für Europa“ gewidmet sind.

Am alljährlichen Europatag – die EU-Kommission bestimmte hierzu den 9. Mai – werden in allen Fachbereichen unserer Schule Aktivitäten entwickelt, die Europa auf unterschiedliche, fachspezifische Weise thematisieren. Alljährlich veranstalten wir in dem Zeitfenster um den 9. Mai eine so genannte Europawoche, die zum Ziel hat, das Thema Europa unter Einschluss unterschiedlicher Unterrichtsfächer eine Woche lang in den Mittelpunkt unseres Schullebens zu rücken. In diesem Rahmen finden seit Jahren fünftägig Aktionen, Quizzes, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Theaterproduktionen, choreografische Bühnendarbietungen und vieles mehr statt.

Zu den Wahlen zum EU-Parlament veranstaltet die Schule regelmäßig Podiumsdiskussionen mit den regionalen Kandidaten. Regelmäßig wird unser Europaprofil durch die Teilnahme an außerschulischen Fortbildungsveranstaltungen erweitert und aktualisiert. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie NRW hat wiederholt ertragreiche und sinnstiftende Fortbildungenund Tagungen für Schüler:innen und Lehrer:innen ermöglicht. Durch den Dialog mit anderen Europaschulen bleiben wir am Puls der Zeit und können unser Europaprofil ständigverändern.

Wir in Europa...

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Comenius-Projekte 

Unsere Schule hat in den letzten Jahren durch verschiedene Projekte an Comenius-Bildungsprogrammen der EU teilgenommen:

  • Europa-Camp (1998)
  • „Vorurteile und Feindbilder abbauen –Mobbingprävention und -intervention“ (2009-2011) –Kooperation mit einer spanischen Schule
  • „Musik –eine Sprache, die jeder versteht (2012-2014)“ –Kooperation mit einer polnischen Partnerschule

Erasmus+

Von 2016 bis 2019 leiteten wir ein Erasmus Plus-Projekt mit dem Titel: „Wir in Europa –Zukunft gestalten (Integration von Minderheiten und Benachteiligten)“ mit unseren Partnerschulen I.E.S TAMOGANTE in Spanien und Vay Adam Gimnázium in Ungarn. Dieses Projekt sollte ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung und Rassismus setzen und setzte vor allem hierfür auf das Aufzeigen und die Wahrnehmung der Eigenverantwortlichkeit eines jeden europäischen Bürgers bei der Verfolgung dieses Ziels. Im Vordergrund standen hierbei thematisch orientierte Austauschprogramme sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der allgemeinen Situation von Minderheiten und Benachteiligten und mit der Integrationspolitik der verschiedenen Projektländer mit dem Zweck, unsere Schüler:innen dazu anzuregen, aktiv an der Gestaltung eines neuen, integrativen Europas mitzuwirken und sie zu befähigen, nachhaltige Integrationsprojekte zu entwickeln.

Hintergrund des Projektes

In Spanien leben ca.1,5 Millionen europäische Roma, in Ungarn 800.000. Sie gelten als soziale Außenseiter in ihrer Heimat wie auch in vielen anderen europäischen Ländern. Auf den Kanaren kommen viele illegale Einwanderer aus Afrika an und gleichzeitig steigt die Zahl an lateinamerikanischen Einwanderern an, was die Zahl der Benachteiligten deutlich vergrößert. Der Umgang mit Flüchtlingen spaltet auch Deutschland. Bereits die Berichterstattung in den Medien weckt Unsicherheit unter den Menschen. Europa scheint sich gerade neu zu gestalten: Es gibt zwar durchaus ein Europa, in dem Minderheiten zum multikulturellen Mosaik der Klassenräume gehören, gleichzeitig aber auch Fremdenfeindlichkeit erwacht und ein Rückzug auf nationale Interessen erfolgt.  
Wir haben in Rahmen des Projektes Integrationsprojekte entwickelt und gleichzeitig eine allgemeine Sensibilisierung für Minderheiten auf schulischer, lokaler und regionaler Ebene geschaffen, um deren Integration in die Schulsysteme und in die Gesellschaft zu fördern. Es bestand auch eine Kooperation mit der Integrationsklasse der Adolph-Kolping Schule in Kerpen. Projekte zur Steigerung der Sprachkompetenz von jugendlichen Flüchtlingen sind bereits an unserer Schule durchgeführt worden.  
Ziele dieses Erasmus+ Projektes waren die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie Teamgeist, Organisation, Eigeninitiative und die Fähigkeit zum kritischen Denken - wichtige Kompetenzen, die unsere Schüler:innen auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorbereiten, sowie die Schüler:innen mit strategischen Fertigkeiten auszustatten, die sie befähigen, nachhaltig den Integrationsprozess selbst zu steuern. Auch die Fremdsprachkompetenzen der Schüler:innen wurden stark gefördert durch Lektüre, Austausch und Arbeit mit Muttersprachler:innen. Ein weiteres Ziel unseres Projekts war die Einbindung von lernschwachen Schüler:innen, um ihnen ihre Stärken aufzuzeigen und gezielt ihre künstlerischen und technischen Kompetenzen zu fördern. 
Besonders die länderübergreifende Projektarbeit bildet einen wichtigen Baustein unseres Projektes, da sie den Erfahrungsaustausch ermöglicht und jede Projektschule unterschiedliche, facettenreiche Erfahrungen einbringt. 

Auszeichnungen für das Erasmus+ Projekt 2019

Unter allen Projekten, die in Deutschland aus dem Schulbereich die Fördermittel des EU-Programms Erasmus+ im Jahr 2019 erhalten haben, fiel unser Projekt in Kerpen unter die ersten 25 Projekte, die für besondere Qualität als "Success Story" ausgezeichnet wurden.  
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und bedanken uns beim Pädagogischen Austauschdienst des Kultusministeriums vor allem deshalb, weil mit dieser Auszeichnung die Arbeit unserer Schüler:innen, Lehrer:innen und unserer Schule gewürdigt wurde. Die offizielle Auszeichnung findet nächstes Jahr im Mai in Potsdam statt.  
Die veröffentlichte Broschüre mit allen Auszeichnungen in Deutschland findet man hier. Unser Projekt ist auf Seite 52/53 zu finden.

Auch das Schulministerium NRW listet das Projekt als Beispiel guter Praxis für die internationale Zusammenarbeit im Bildunsgbereich hier.

Plans

Aktuell koordiniert unsere Schule im europäischen Schulbildungsprojekt Plans (p.lanning l.earning a.pproaches for n.owadays s.tudents) die Zusammenarbeit mit vier Partnerschulen:

  • Agrupamento de Escolas n°1 de Abrantes, Portugal mit 1846 Schüler:innen
  • Tyršova základní škola a mateřská škola Praha 5-Jinonice, Tschechien mit 360 Schüler:innen
  • Şcoala Gimnazială Ştefan cel Mare, Bistrita -Rumänien mit 950 Schüler:innen
  • IES Sierra de la Grana, Jamilena, Spanien mit 128 Schüler:innen
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Die Themen und Ziele des Projektes sind es, Schüler:innen der Klassen 6 bis 10 auf nützliche Möglichkeiten im riesigen digitalen Markt aufmerksam machen, diese Techniken und neue Methoden  fächer- und grenzübergreifend gemeinsam mit den Lehrer:innen der europäischen Partnerschulen mindestens für die Dauer eines Schuljahres im Rahmen einer AG zu arbeiten. Die Schüler:innen sind dazu eingeladen, sich aktiver an ihrem Lernprozess zu beteiligen und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden. 

Die Zusammenarbeit der Partnerschulen erfolgt dabei über eTwinning, das Netzwerk für Europa (geschützte Arbeitsplattform) und bei den Projekttreffen (Arbeitssprache Englisch), bei denen jeweils 4 bis 6 Schüler:innen jeder anreisenden Schule an der Projektarbeit im Ausland teilnehmen. Bisher haben bereits je ein Treffen in Deutschland (Oktober 2019) und Spanien (im Februar 2020) stattgefunden. Geplant sind für Oktober und Dezember 2021 Treffen in Tschechien und Deutschland sowie im März und Mai/Juni 2022 Treffen in Portugal und Rumänien, wobei Themen wie "Wie gestalte ich ein Radioprogram?", "Erstellung eines EBooks", "Podcasts: Europäische Werte und Stadtbürgerschaft", "Eine Projekthymne komponieren", "Digital Toolbox", "Erfindungspark" und "Leitfaden zur Sicherheit im Internet" bearbeitet wurden und werden.

Ergebnisse liegen in der Förderung der digitalen Kompetenz für Schüler:innen und Lehrer  beispielsweise zur Erstellung didaktische Einheiten, die IKT-Tools und Apps umfassen, an die Fähigkeiten der Kinder angepasste Bildungseinheiten, auch im Hinblick auf Inklusion. Ziel ist weiterhin die Veränderung des Unterrichts durch Apps, IKT, Projekt-Arbeit, der Erwerb von Lehrerkompetenzen in Bezug auf die PBL-, CLIL- und E-CLIL-Methodik, die Förderung von Fertigkeiten durch die Arbeit an MINT-Themen.

Auch die Kommunikationsfähigkeiten der Schüler:innen und Lehrer:innen in einer Fremdsprache wird durch die Zusammenarbeit zwischen unseren Schüler- und Lehrerteams und zwischen Schüler:innen oder Lehrer:innen aus dem Ausland gestärkt und durch die bewusste Zusammenarbeit mit Gleichaltrigen ohne Vorurteile oder Stereotype der Toleranzgedanke gefördert. 

Estrella Löwe-López

Projekt-Koordinatorin

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