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Erasmus+ in Korčula: Inklusion, mentale Gesundheit und Gewaltprävention

29/09/2026

September 2026 – Korčula, Kroatien

Tag 1 - Erste gemeinsame Erfahrungen in Korčula: Inklusion, mentale Gesundheit und Gewaltprävention

Am Montag startete unsere Erasmus+Woche vom 28. September bis 2. Oktober an der Osnovna škola Petra Kanavelića auf der Insel Korčula, Kroatien. Nach einer herzlichen Begrüßungszeremonie mit Schulleiterin Maja Farac und Schulchor mit Klavierbegleitung in Kooperation mit der Musikschule lernten die deutschen sowie die ungarischen SchülerInnen die Partnerschule bei einem Rundgang kennen. Sie erhielten Einblicke in den Schulalltag und den nachhaltigen Anbau von Kräutern und Zitruspflanzen im schuleigenen Garten vor Ort. Aus Platzmangel wurde der Empfang mit Snacks und Getränken im kleinen Lehrkräftezimmer fortgesetzt. Interessant war, dass sich von hier aus über einen großen Bildschirm sämtliche Korridore und Außenbereiche beobachten ließen.
Um die TeilnehmerInnen und ihr jeweiliges Schulsystem besser kennenzulernen, hatten die drei Austauschgruppen Präsentationen über ihre Schulen und Projekte vorbereitet.
Das Kahoot-Quiz „Three Countries – One Erasmus“, bei dem Wissen über die beteiligten Länder und das Erasmus+-Projekt auf spielerische Weise miteinander verbunden wurde, schloss die erste Phase des Tages ab.

Ein wichtiger Baustein im Sinne der Gleichbehandlung der Geschlechter und der Lehrkräfte- und Schülergesundheit war ein Workshop zu Mental Health mit dem Titel „Prevention of Violence on Adolescent Relationships: The dark side of love + violence“, den die Schulpsychologin für unsere SchülerInnen und deren AustauschpartnerInnen angeboten hat.
Während des Workshops wurde zu Beginn in einem Unterrichtsgespräch geklärt, welche physischen, psychologischen, sexuellen und ökonomischen Formen von Gewalt es in einer Partnerschaft gibt.
In der anschließenden Gruppenarbeit in den internationalen Teams sollte eine Liebesbeziehung zwischen zwei fiktiven Personen Tanja und Mario auf schädliche Verhaltensweisen und die Reaktion des Partners darauf in verschiedenen Zeitetappen der Beziehung analysiert werden.
Die Ergebnisse zum schädlichen Verhalten innerhalb der Beziehung wurden in einer abschließenden Präsentation von allen Gruppen zusammengetragen.
Ziel des Workshops war es, den SchülerInnen zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, klare Grenzen zu setzen und zu vermitteln, wo man sich Hilfe holen kann, wenn dies nicht gelingt und man dadurch in eine Notlage gerät.

Im anschließenden 2. Workshop zum Thema „Inclusion“ stand das respektvolle und wertschätzende Miteinander im Mittelpunkt, ganz im Sinne der Erasmus+-Prinzipien.
Hier wurde die zentrale Frage „Is our community accessible and welcoming for everyone?“ behandelt. Der Arbeitsauftrag lautete, in Kleingruppen die Stadt Korčula in einem Zeitfenster von 30 Minuten draußen auf der Straße zu erkunden mit dem Fokus auf:

  1. Find examples of inclusion and barriers?
  2. Who does this affect? Why?
  3. What could make it better?

Jede Gruppe bestand aus einem „Photographer“, einem „Timekeeper“, einem „Notetaker“ und einem Reporter.

Die SchülerInnen haben zahlreiche Beispiele für fehlende Rampen, Fahrstühle, Geländer/ Absperrungen für Rollstühle oder Kinderwagen gefunden.  
Gleichzeitig entdeckten sie aber auch einen Krahn, der Rollstuhlfahrer ins Meer ablassen kann, damit diese ebenfalls die Vorzüge des kühlen Nass genießen können.
Abschließend gab es sogar eine Hausaufgabe: Unter Berücksichtigung der „Hamburger-Methode“ (Lob-konstruktive Kritik-Lob) sollte ein Brief an den Bürgermeister von Korčula mit den gerade gemachten Entdeckungen verfasst werden.

Dieser erste Tag war bereits sehr spannend und bereichernd und wir freuen uns schon auf die weiteren Programmpunkte in den noch folgenden vier Tagen.

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